Ich sitze hier in Moldawien
Written 2025-11-24
Ich sitze hier in Moldawien,
atme meinen pfirsichfarbenen Alltag,
und irgendwo in Czernowitz — Menschenmassen,
die sich im Internet zerfleischen,
wie digitale Insekten, die von Drama leben.
Sie hacken auf mir herum —
nicht mit Worten, sondern mit kleiner, giftiger Bosheit.
Sie geben mir keinen Frieden,
keine Ruhe,
keine einfache menschliche Pause.
Und dazu noch diese verdammten Nachrichten —
“Willkommen im Ausland!”
Und gleich danach der Pitch:
“Wollen Sie arbeiten und gut verdienen?
Gehen Sie in den Krieg.”
Ein völlig verdrehtes KPI-Spiel,
denn ich unterschreibe keinen Todesvertrag,
ich bin nicht ihr Asset
und nicht Teil ihrer Strategie.
Ich setze mich lieber wieder an die Bücher,
denn ich habe einen Traum —
Modedesignerin zu werden,
Schönheit zu schaffen statt Ruinen,
Zukunft zu nähen statt sie zu begraben.
Das ist mein Roadmap —
hart wie altes Handwerk,
hell wie ein neuer Stoff,
der nur darauf wartet,
zu etwas Lebendigem zu werden.
Und noch etwas, ganz ohne Schleifen:
Ich wähle lieber mein Oukitel-Tablet
und mein Ulefone-Smartphone —
denn die lügen wenigstens nicht,
sie mobben nicht,
sie lachen mich nicht im echten Leben aus,
sie messen Menschen nicht mit einem krummen Lineal.
Sollen sie doch mit ihren “Shows” glücklich werden.
Ich brauche keine eurer Moll- und Dur-Akkorde,
keine falschen Töne, keine billigen Performances.
Ich will ein normales Dasein —
ruhig, ehrlich, menschlich,
wo niemand bestimmt, wer ich sein muss,
und niemand einen Traum
in Rekrutierungswerbung verwandelt.