[Ich wäle die weißlich-berötte Myrtillen]Fußnoten
Written 1632-01-01 - 1632-01-01
Ich wäle die weißlich-berötte Myrtillen
Die unsere Felder und Wälder anfüllen.
Die kleine gemeine doch niedliche Frucht
Wird järlich vom Schäfer und Hirten gesucht
Wann ihre grünweißliche Hülsen sind offen
Zu schauen was zeiten auf künftig zu hoffen.
So dienet diß schlechte doch welches vor allen
Myrtillus mit Nahmensverwandschaft gefallen.
Hekkendörner eure Spitzen sollen keinen Schäfer ritzen
Dem behaget Treu und Recht:
Lasst ihn eure Blume brechen unverhindert sonder Stechen.
Weil sie ihm nicht sind zu schlecht.
Schärfet aber eure Spitzen jeden Hofman wund zu ritzen
Der die Falschheit nennet Recht
Den die Sorgendörner stechen In den Hoffnungsblumenbrechen.
Lerian liebt eur Geschlecht.
Der Veil besamet sich im dunkelbraunen Schatten
Auf reich begrasten Matten
Daselbst er Stärk und Kraft
Den Müden giebt die Phöbus Glut gebraten
Er düftet weit und breit durch Felder Büsch und Saaten
Vnd webt der Sinnen Saft:
So unser Reimenbinden
Vergattet Zier und Sach im Schatten hoher Gunst
Ein Reim ergötzt der prachtet voller Kunst
Er kan den Muht entzünden.
Es kräftet Blum und Reim.
Drüm heiß ich Alcidor. Schützt diesen Nahm ihr Bäum.