Ii. An Ihr Fürstliche Gnaden Ihr Gn. Gemahlinn. Buchner.

By Martin Opitz

Solt ich das große lob den Königlichen schein

Die thaten vndt verdienst so von dem werthen stande

Der dich erzeuget hatt durch alle ferne lande

Am liechten tage sindt recht preisen können? nein;

Mir sey die faust dann stahl die feder demantstein

Die tinte hergeholt von dem gelehrten strande

Der beym Parnaß entspringt: mein schiff bleibt an dem rande

Vndt leßt sich kühnlich nicht in solche wellen ein.

Wann einer ferner auch die sitten den verstandt

Die tugendt so du hast der edlen gaben pfandt

Die dir der himmel schenckt der gantzen welt wil zeigen

Muß höher gehn als ich wiewol Apollo mir

Mitt milden handen reicht die leyer meine ziehr

Muß heldinn überauß wol singen oder schweigen.