In der Sonne

By Otto Erich Hartleben

Written 1902-01-01 - 1902-01-01

Die Sonne wärmt ihr goldbraun rothes Haar:

das leuchtet nun so tief, das sprüht so reich –

der Prunk der Feste flammt um ihre Schläfen!

Man darf ihr nicht verrathen, wie so hoch,

wie sie so herrlich thront vor meinen Sinnen –

sonst küsst sie meine Hände mir nicht mehr

und lacht nicht mehr so wie die Kinder lachen,

und macht wohl fremde Seelen unterthan ...

das will die Sonne nicht.