Ins freie Land

By Clara Müller-Jahnke

Written 1882-01-01 - 1882-01-01

All, was mein heimliches Eiland bot:

Aepfel, wie rinnendes Blut so rot,

Trauben, die gärende Glut im Schoß,

Crysanthemen, wie Sterne groß,

wuchernde Nesseln und wehendes Laub,

lockende Pilze voll tödlichem Staub –

was da blühend und reifend stand,

nahm und zerbrach ich mit eigener Hand,

warf mit eigener Hand mein Gut

in die reißende Flut . . .

Und an die Sparren, die es umhegt,

hab ich den züngelnden Brand gelegt.

– Ueber den Steg im Flammenschein

schreit ich ins leuchtende Land hinein.