LiV. Auff den Sontag deß Herren deß Sab- baths oder XVII. Sontag nach dem Fest d...

By Andreas Gryphius

Heyland welchem nichts verborgen! GOTT der Hertzvnd

Nieren kennet

Schawe wie viel falsche

nacht

Mich den Jedermann zu fällen vnter freundtschafft Nah-

men tracht.

Mich den man so hündisch neydet weil du mich dein Kindt

genennet.

Mir wird durch vergiffte Zungen mein stets blutend

zutrennet.

Dein vnd meine Feinde jauchzen! Jhrer stoltzen geister

pracht

Wird die grosse welt zu enge weil mich jhrer hoffart

Macht

Auß der letzten vnterstelle in den staub zu boden rennet.

Doch ich weiß! der wird erröthen der wird schanden voll

noch stehn!

Der in hochmuth jtzt ersoffen will auf aller Köpffen gehn.

Wenn du wirst was klein erhöhen vnd was hoch zu grunde

stürtzen.

Gönnt der welt die kurtze Wonne die ein Augenblick ver-

kehrt

Vnser Sabbath wird anbrechẽ! in dem jhre lust hin fährt

Wird der keuschen