Lob-Lied des Schöpfers aus dem Munde der Creaturen.
Mich deucht, daß ich von Erd' und Meer,
Dir, Schöpfer der Natur, zur Ehr’
Ein unaufhörlichs Jauchzen hör’.
Es läßt die Flut sein Lob in hellem Rauschen schallen,
Jhn loben, in der Still’, in sanftem Ton, die Seen,
Sanft murmelnd jeder Bach. Thau, Nebel, Reif erhöhen
Jm Steigen seinen Ruhm, lobsingen ihm im Fallen.
Es rühmen seine Macht Blitz, Donner, Wolcken, Winde,
Jm starcken Brausen bald, bald lispelnd und gelinde.
Hört, wie zu seiner Ehr’, die Schaar der Vögel singt,
Wie alles, was man hört, wie alles, was man sieht,
Auf seine Weise, den, aus welchem es entspringt,
Stets zu verherrlichen, zu loben sich bemüht.
Soll denn, o Mensch, von dir allein
Der Schöpfer, der dir doch so gnädig sich erwiesen,
Nicht auch gerühmet und gepriesen
Ja nicht einmahl empfunden seyn!
Ach fass’ in der gerührten Brust
Der Seelen Kräfte doch zusammen,
Entzünde doch in dir der Andacht Flammen
Und lobe GOtt in deiner Lust!