Lobgesang Mosis und der Kin- der Jsrael. Aus dem 2 B. Mos. c. XV. In einer poeti...
Wir besingen deine That, grosser Herr- scher aller Welt,
Da durch dich dein Jsrael Leben
Unsre Feinde sind gestürzt, und die grossen Krieges-
Roß und Wagen fliessen dort, todt zerbrochen in dem
Du bist unsre Stärke HErr! unser Heil, der Lieder Klang
Bringet dir mit Herz und Mund einen frohen Lob-
Du bist unser Schuz und
Du bist unsrer Väter
Gott der ist ein grosser Held, zieht er in den Krieg und Streit,
So wird gleich im Augenblik, seiner Feinde Macht
Er ist ein gewaltger HErr, läst er seinen Donner
So muß alles durch den Grim seiner Blizen plözlich
O! die Wagen Pharao und sein grosses Krie- ges Heer
Warf er plözlich durch den Sturz in das aufgeschwol-
Seine Helden sind dahin, die Hauptleute sind ver-
Und in den beschilften Schlund, in den tieffen Schlam
Dieser Tieffen weiter Bauch hat sie fürchterlich verstekt,
Da sie durch den nassen Schaum des Gewässers ü-
Plözlich fielen sie zur Grund, wie die Steine die mit
Wenn man sie ins Wasser schmeist durch die Fluth
Herre! deine rechte Hand, die uns deine All- macht zeigt,
Die so grosse Wunder thut, und die stolzen Feinde
Herre! deine Wundermacht hat die Feinde, Roß
Alles was sich wiedersezt in den schnellen Grim zer-
Deine grosse Herrlichkeit bringt den Widerstand zum Fall,
Wenn du deinen Grim ausschießt; so entsteht ein
So entsteht ein strenger Bliz, der die Feinde gleich
Und durch ein entglomnes Feur wie die Stoppeln,
Durch dein Blasen thäten sich die Gewässer schleu- nig auf,
Und die Fluthen stunden still als wie Mauren, in
Mitten in dem tieffen Meer sahe man das rege Wal-
Von einander gleichsam gehn, in den Sprudel rük-
Da gedachte unser Feind, daß er uns mit seiner Jagd,
Auf der schnellen Flucht erhascht, und bereits zu Nicht
Er gedachte seinen Muth noch zulezt an uns zu küh-
Und wir solten Hand und Schwerd plözlich zum Ver-
Aber HErr du Zebaoth! dem die Fluthen, Meer und Wind,
Wie es nur dein Wink gebeut, alsobald gehorsam
Du bedektest sie im Meer, daß sie wie das Blei ver-
In der starken Wirbelfluth bis zum Abgrund sind
Herr! wer ist dir von der Zahl eingebildter Götter gleich,
Wer ist an Vollkommenheit, in dem weiten Erden
Der dir gleich an Heiligkeit, an gerechter Macht zu
Wer ist Dir an Ruhm und That noch woll an die
Keiner ist in aller Welt, der wie du allmächtig heist,
Dessen Arm so wunderbahr alle Macht zu Boden
Rekkest du die Hand nur aus, so verschlingt der Er-
Alle die sich unterstehn, deine Wunder zu verlachen.
Du geleitest HErr! dein Volk daß du nun erlöset hast,
Und giebst aus Barmherzigkeit süsse Lust nach saurer
Du hast uns durch deine Krafft zu dem Lande heim-
Das uns als ein heilges Land, als der Väter Erb
Da der Auszug ruchtbar ward, der durch deine Hand geschehn,
Bebete der Völker Herz dahin wir nun solten gehn,
Die Philister zitterten, ihr Gemüthe ward beklom-
Denn sie sahen zum voraus daß ihr Land schon weg-
Edoms Fürsten wurden Angst, als sie hörten das Gerücht,
Da die ganze Gegend HErr! jezt von deinen Wun-
Und ein Zittern überfiel alle die in Moab thronen:
Alle Völker wurden feig, die in Canans Grenzen
Laß das Schrekken auf sie falln HErr! durch deinen grossen Arm,
Und betäube mit der Furcht dieser Völker wilden
Daß sie wie ein Stein erstarrn, bis dein Volk hin-
Bis es das geschenkte Land, durch Dich völlig einge-
Bringe sie, o! HErr hinein; pflanze deine Kin- der da,
Auf des Erbtheils heilgen Berg, den du grosser Je-
Dir, zur Wohnung ausersehn; bringe uns zum Hei-
Das da deine Hand gebaut, HErr! zu deines Nah-
Unser HErr wird König seyn der sein Volk mit Macht regiert,
Und auf Zions heilgen Berg seiner Herschaft Scepter
Er wird immer ewiglich, durch sein Allmachts-volles
Sein erwähltes Jsrael, als sein Eigenthum erhalten.
Pharao der zog hinein mit den Rossen, Wa- gen, Heer,
Unser
Jsrael ging trokken durch. Ist das nicht ein Wunder-
Muß es nicht zu Gottes Ruhm, zu des Volkes