LxII. Auff den Sontag der in den letzten Weltzeiten sich begehenden Trübseligkei...
Je länger jemand lebt auff diesem Rund der Erden
Je mehr er von der Welt empfindet Angst vnd Pein.
Jetzt geht es so daher daß auch die harten Stein
Die Balcken im Gesperr gleich trawrige Gebehrden
Vnd Klagelassen gehn. Die Gottes-Häuser werden
Vergrewelt vnd entweiht. Stätt vnd auch Länder seyn
Von Menschen auß geleert. Mir zittert Marck vnd Bein
Wenn ich daran gedenck wie daß mit Wag-vnd Pferden
Das rasend-tolle Volck das Land hat vber häufft
Oelend Jammer-Meer das so viel Leut ersäufft.
Doch Außerwehlte Schaar steh fest vnd nicht verzage
Dein JESVS lebet noch; nim an die Adlers weiß
Zwing dich im Glauben auff vnd nach dem Himmel-reiß.
Da hastu tausend Frewd an statt empfundner Plage.