LXIXDer Strom des Lebens

By Conrad Ferdinand Meyer

Written 1861-01-01 - 1861-01-01

Mir war: ich fuhr in halber Finsternis

Auf einem Strom, der mich von dannen riß.

Unwiderstehlich, ohne Frist und Halt

Entführte mich die jähe Stromgewalt.

Vorüber glitten dunkel Stadt und Schloß.

Ein ferner Donner scholl. Der Nachen schoß.

Und ich erriet, daß ich den Rhein befuhr

Ein wenig über seinem Sturze nur.