Meeresstille

By Wilhelm Müller

Written 1810-01-01 - 1810-01-01

Wirf Rosenblätter in die Fluth:

Sie ist so spiegelglatt.

Ich fische sie mit meinem Hut

Und küsse jedes Blatt.

Und streust du Blätter auf das Meer,

So schaust du selbst hinein –

Dann schwimmen zwischen ihnen her

Vier volle Röselein.

Die Wangen und die Lippen dein,

Sie mein' ich alle vier.

Ach, schwämmen diese Röselein

Doch auch heran zu mir!