Menschliches Elend

By August Heinrich Hoffmann von Fallersleben

Written 1836-01-01 - 1836-01-01

Ängstlich muß der Mensch sich müh'n,

Immer nur bedacht auf morgen;

Sieht nichts grünen, nichts erblüh'n

Ohne Furcht und ohne Sorgen.

Immer ist er auf der Flucht;

Auch in schönen Herbstestagen

Greift er nach der vollen Frucht

Nur mit Bangen und mit Zagen.

Und er kennt, er fühlt sein Leid,

Und er kann's auch umgestalten;

Doch er flieht, was ihn befreit,

Und so bleibts denn stets beim Alten.