Mond-Schein. Noch andere Betrachtungen des Mond-Scheins siehe p. 84.
Wann wir, in einer stillen Nacht, bey heitrer Luft, von Monden-Schein,
Und dessen sanftem Licht beflossen, bestrahlet und erleuchtet
Gedenckt man, (ob gleich, leider! selten) wol an den Mond,
Blickt in den reinen Silber-Kreis, und zieht darauf den kur-
Mit einer kalten Lässigkeit, die bald sich satt gesehn, zurück:
Spricht auch noch wol: wie scheint der Mond so hell, so
Allein, wie wenig sind doch derer, die ihres geistigen
Vernünftgen Blick hinaufwärts schicken, und zu dem Ur-
Zur Sonnen, als dem wahren Licht, die fröhlichen Gedan-
Die, daß der Mond kein Licht besitze, und daß, wenn sie im
Sie in dem wahren Sonnen-Schein spatziren; fassen und
Ja wie viel minder sind noch derer, die, voller Andacht,
Auf Den, wovon die Sonn’ ihr Licht, so wie der Mond von
Der einzig, ewig unerschaffen, im Licht, das undurchdringlich,
Und die Jhm ein gerührtes Hertz, für Sein Geschöpf, zum