Morgenlied

By August Heinrich Hoffmann von Fallersleben

Written 1836-01-01 - 1836-01-01

Die Sterne sind erblichen

Mit ihrem güldnen Schein.

Bald ist die Nacht entwichen,

Der Morgen dringt herein.

Noch waltet tiefes Schweigen

Im Thal und überall;

Auf frischbethauten Zweigen

Singt nur die Nachtigall.

Sie singet Lob und Ehre

Dem hohen Herrn der Welt,

Der überm Land und Meere

Die Hand des Segens hält.

Er hat die Nacht vertrieben:

Ihr Kindlein, fürchtet nichts!

Stets kommt zu seinen Lieben

Der Vater alles Lichts.