Muse und Dichter

By Eduard Mörike

Written 1837-01-01 - 1837-01-01

„Krank nun vollends und matt! Und du, o Himmlische, willst mir

Auch schon verstummen – o was deutet dies Schweigen mir an?

Gib die Leier!“ – „Nicht doch, dir ist die Ruhe geboten.

Schlafe! träume nur! still ruf ich dir Hülfe herab.

Deinem Haupte noch blühet ein Kranz; und sei es zum Leben,

Sei's zum Tode, getrost! meine Hand windet ihn dir.“

„Keinen Lorbeer will ich, die kalte Stirne zu schmücken:

Laß mich leben, und gib fröhliche Blumen zum Strauß!“