N.A.
Betrübter Unbestand!
Der m
Dein falsches Wesen wird mir mehr als wohl bekand
Was läst der Himmel mich doch nur zum Troste hoffen?
Verliert sein Gnaden-Strahl denn endlich seinen Schein;
Und will mein Freudenstern nun ein Comete seyn?
So ändert sich die Zeit
Die mich zuvo
Ich seh' im Geiste schon daß mich Vergnüglichkeit
Nun vor ein Freuden-Fest heist Marter-Wochen wehlen:
Es bricht der letzte Tag im Jubel-Jahr herein
Und mein bestürtzter Fuß tritt in die Fasten ein.
Ich strande recht an Port
Und must zuletzt den härtsten Sturm verspüren.
Man wincket mir zwar sehr an den geliebten Ort
Ja Lieb und Tugend will mich in den Hafen führen;
Doch da mein Schiff nicht fährt mit Tagus gelben Sand
So komm ich Armer! auch nicht ins gelobte Land.
So schreckt Egypten mich
Durch trübe Nacht und Unglücks-Finsternüssen:
Du Sonne meiner Lust warum verbirgst du dich?
Soll ich an deiner Statt die duncklen Schatten küssen?
Jedoch die Unschuld macht dich aller Schulden frey
Nur das Verhängniß weist mich in die Wüsteney.
Drüm sey getrost mein Geist
Wenn harter Sturm und Unglücks-Wetter krachen
Vor dem ein schwaches Rohr sich zu der Erden reist
Nur Großmuht kan allein bey starcken Donner-Lachen.
Der Himmel sieht mich zwar mit rauhen Blicken an
Wer weiß ob nicht sein Strahl mich noch erfreuen kan.
Weh't gleich ein Jammer Wind
So soll Gedult doch in die Seegel blasen:
Das wandelbare Glück verändert sich geschwind
Und Zephier küsset mich noch wohl nach Æols Rasen.
Es anckert mein Gemüht auf beßres Wolergehn
Mein Schiff soll üm das Haupt der frohen Hoffnung stehn.
Geh Ungedult zur Ruh
Und Hoffnung komm durch den erwünschten Morgen
Sprich den vergnügten Trost doch meiner Seelen zu:
Der Himmel wird vor dich und dein Gelücke sorgen:
Die Welt wird nach der Nacht durch Morgenröht erfreut
Und auf den Winter folgt die schönste Frühlings-Zeit.