Nachrede und hertzlicher Glüks- wunsch. an den hochädelen Breutigam und seine ho...

By Georg Neumark

Hjer ists hochädles Paar was ich in Eyl geschrieben

Auf schlechte Schäferahrt. Ich bitt’ es zu belieben

Obs gleich gering und schlecht. Es giebts ein treuer

Sinn

Der seinen Zwek und Ziel gerichtet nur dahin

Wie er euch dienen mag. Zwar mancher viele schenket

Auß falscher Höfligkeit und doch im Hertzen denket:

Pfuy daß ich doch nicht müst’! Ach nein mein Hertze

giebt

Ein solches was der Mensch auch selbst der Himmel

liebt.

Ich meine Redligkeit. Ich wündsch’ euch Glükk und Se-

gen

Vom aller höchsten Gott auf allen euren Wegen

Lebt selig allezeit Jhr lebt auch wie ihr lebt

Mein bester Wunsch ist der den ihr euch selber gebt.