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By Johann Gottfried Herder

Written 1773-01-01 - 1773-01-01

Jörru, Jörru, darf ich kommen?

Nicht o Liebchen heute.

Wärest du doch gestern kommen,

Nun sind um mich Leute.

Aber morgen, früh am Morgen,

Schlankes liebes Aestchen,

Kannst du kommen ohne Sorgen,

Da bin ich alleine.

Wenn der Maienkäfer schwirret

Früh im kühlen Thaue!

Hüpf ich, Liebe, dir entgegen

Weißt, auf jener Aue.

Gib die Sackpfeife in eines Narren Hände, er sprengt sie entzwei.

Schätze den Hund nicht nach den Haaren, sondern nach den Zähnen.

Ein nasses Land bedarf keines Wassers; d.i. betrübe die Betrübten nicht noch mehr.

Niemand hält mich bei meinem Rockzipfel, d.i. ich bin keinem etwas schuldig.

Wer bittet den Armen zur Hochzeit?

Der Stumme (das Thier) muß wohl ziehen was der Unvernünftige auflegt.

Sey selbst ein Kerl, aber achte einen andern Kerl auch für einen Kerl.

Von des Reichen Krankheit und des Armen Bier hört man weit.

Die Noth treibt den Ochsen in den Brunn, u.a.m.

Es, pa zellu raudadams

gahju, tewi mekledams.

Ich keimte! als ich gekeimt hatte, wuchs ich,

Als ich gewachsen war, ward ich ein Mädchen,

Als ich ein Mädchen geworden war, ward ich eine Junge Frau,

Als ich eine junge Frau geworden war, ward ich ein altes Weib,

Als ich ein altes Weib geworden war, bekam ich erst Augen,

Durch diese Augen kroch ich selbst heraus.