Namens Tag Herren George Rudolphs Hertzogs in Schle- sien zur Liegnitz Brieg vnd...

By Martin Opitz

Diß ist der Edle Tag an welchem billich müssen

Violen mancherley vnd Blumen herfür schiessen

An welchem billich auch auffstecket vnd außbreit

Der Himmel seine Sonn die Erd’ jhr grünes Kleid.

Mehr Frieden Ehr vnd Rühm seind vber einen hauffen

Auff Ewern Namens Tag zusammen nie gelauffen

An welchem Tage Gott der Käyser vnser Land

Befinden Lust vnd Frewd’ an Ewerm Fürstenstand.

Gott wegen Frömigkeit der Käyser wegen trewen

Das Land so sich nun gantz deß friedens zuerfrewen

Von wegen welcher Gott der Käyser vnd auch wir

Ein jeder seine Gab Euch billich träget für.

Gott hat durch seine gütt’ vnd sehr mildreichen Segen

Euch vberschwemmet gantz gleich wie ein früchtbar Regen

Nach grosser Sonnen hitz vons hohen Himmelsschloß

Sich miltiglich ergeust in seiner Erden schoß.

Der grosse Käyser auch damit man sehen möchte

Was die Standhafftigkeit für gaben mit sich brechte

Belohnet er die trew vnd dienst je mehr vnd mehr

Mit hoher tewrer gnad mit newer wehrter Ehr.

Im Lande wird gewiß der Nahmen ewig bleiben

Den keine flucht der zeit kein Neid nicht kan vertreiben

Der gülden Fride selbst wird dessen Hüter sein

Weil wieder er durch Euch zu vns gekehret ein.

Wir alle die wir jetzt allhier in ruhe wohnen

Vermögen anders nicht Euch dieses zubelohnen

Als mit den trewen Wunsch: Es mehre Ewern Stand

Von Gott die Gütte Gnad vom Käyser Ruhm im Land.