Neue Betrachtungen über die in der Welt vorhandene Vortrefflich- keiten.
Wenns möglich wäre, jungen Seelen,
Noch ehe sie gebohren werden,
Von aller Schönheit unsrer Erden,
Was vorzustellen, zu erzählen;
Man gäbe selbigen Bericht
Von Sternen, Mond und Sonnenlicht,
Vom Wechsel zwischen Tag und Nacht,
Von der beblümten Gärten Pracht,
Von blättervollen, schattenreichen, und angenehmen küh-
len Wäldern
Mit Singevögeln angefüllt, von angestralten grünen
Feldern
Durchwirkt mit tausendfärbgen Blumen, von diaman-
tengleichem Thau
Früh angefrischt, geschmückt, beperlet. Durch deren
kräuterreiche Fläche
Sich fließende Crystallen schlängeln und klare silbergleiche
Bäche
Bald von der Sonnen Stral gefärbt, bald durch der
Luft sapphirnes Blau,
Bald vom smaragdengleichem Grünen bebüscht- und dick-
begraster Hügel;
Würd’ ihnen ferner von der Welt
Die auf- und untergehnde Sonne, der Zeiten Wechsel,
nebst den Früchten,