Nothwendiger Dienst des Schöpfers.
So weit wir des Verstandes Kräfte mit aller Fähigkeit erstrecken,
Um in den Kräften unsers Geistes was GOtt anständigs
So scheinet die Empfindlichkeit der Seelen, wenn wir, in
Des Schöpfers, seine Herrlichkeit und Macht und Lieb und
Und sie darin mit Lust bewundern, so viel wir hier begreif-
Das erste Stück des GOttes Diensts ja fast das eintzige
Erschrick, als Christ, hierüber nicht und denck’, ob woll’
Mithin dein gantzes Christenthum, durch diesen meinen
O nein; der bleibet Felsen-fest. Laß uns nur nach der
So, hoff’ ich, wirft du was ich sage mir, sonder Wieder-
Ist es nicht wahr? daß GOtt der HErr, auch nach
Von Engeln, von den seel’gen Geistern, und aller Himmel
Als Schöpfer, angebetet werde? daß sie, wenn sie die
Die er, in aller Himmel Tieffen, an Millionen Sonn-
Als Proben seiner weisen Macht und seiner Liebe, lassen
Jhn durch ihr
Daß in dem seeligen Bewundern, nur ihre Pflichten blos
Indem sie ja nicht glauben dürffen?
Auch Adam in dem Paradiese an GOttes Wercken überall
Sich eintzig wird beschäftigt haben? und, wo er nicht ge-
Er, in dem seeligen Bewundern der Wercke GOTTES,
Allein verherrlicht haben würde? Ob wir nun gleich, wie
Der ew’gen Liebe Wunder-Liebe in solchem hohen Grad
Daß Christus uns zum Mittler worden; und man dadurch
Auch als Erlöser, GOtt zu ehren, und recht zu glauben
So ist doch unser’ erste Pflicht, als Schöpfer unsern
Und ihn in seinem Werck zu ehren, dadurch so wenig auf-
Daß wir vielmehr nach allen Kräften des Schöpfers Weis-
Wodurch Er Himmel, Erde, Geister und Menschen hat
Betrachten, und, nebst unserm Glauben, in froher Lust,
Wenn wir nicht GOtt, nur unserntwegen, auch seinent-