Novembersonne.

By Conrad Ferdinand Meyer

In den ächzenden Gewinden

Hat die Kelter sich gedreht,

Unter meinen alten Linden

Liegt das Laub hoch aufgeweht.

Dieser Erde Werke rasten,

Schon beginnt die Winterruh —

Sonne, noch mit unverblaßten,

Warmen Strahlen wanderst du!

Ehe sich das Jahr entlaubte,

Gingen, traun, sie müßig nie,

Nun an deinem lichten Haupte

Flammen unbeschäftigt sie.

Erst ein Ackerknecht und Schnitter,

Noch ein Traubenkoch zuletzt,

Bist du jetzt der freie Ritter,

Der sich auf der Fahrt ergetzt.

Und die Schüler, zu den Bänken

Kehrend, grüßen jubelvoll

Hingelagert vor den Schenken

Dich als Musengott Apoll.