[Nun ist di grosse stund, verworffner Jacob, kommen!]
Written 1670-01-01 - 1670-01-01
Nun ist di grosse stund, verworffner Jacob, kommen!
Di Kron ist eitel glas, der thron ist ohne grund.
Du hast, was du verlangst, durch zweiundvirtzig tage!
Drum hörtstu rätzel noch in meiner donnerstimme.
Dein Bruder fil dahinn, als meine Monden weg,
Das alle Welt erlern aus uns Jehovahs wort,
Als ihn das wesen traf, das mich so lang betroffen.
Es floh weg seine ruh, als meine ruh beginnt.
Gott gab mir, Carl, dein Reich! Frei ward Kron, Hutt und Zepter!
Herab, du falscher Erb, aus deiner Pharons stelle!
Kein Kohlmann stehet mehr, nun Kühlmanns stunde drabt.
Du sahest meinen ernst mit Ludewig, dem Saule,
Zum zeichen, das gewis der Eiferris des Davids!
So hoch di grosse macht, auf welche Frankreich pucht,
Das dich zustützen meint im falschem Romesschlus;
So ist si doch nur staub vor unserm stab und schleuder.
Der Rohrstab Frankreichs kan dir, Jacob, helfen nichts.
Gott gibt mir, Ludwig, dich! Gib her Kron, Hutt und Zepter!
Herab, Saul! Es ist zeit! Las Rom und Todte helffen!
Des Drabitzs blutt wird schwer von deiner hand gesucht.
Eil, eil im vollem trutz auf Kühlmanns Jesulitter!
Si gehn nach Jacobs Reich, Printz Frideriches Erbnis!
Steh, Allerchristlichster, dem Glaubbeschützer bei!
Was solte Josua den falschen Göttern thun?
Weicht von dem Mittelmeer! vom gantzen Oceane!
Di gantze Seefahrt ist dem Fridensreich geschenkt.
Auf, Jacob, Ludewig! Gebt her Kron, Hutt und Zepter!