Quelle alles Guten.
Ich bewundre deine Wunder, und ich bet' in ihnen an
Dich, o wunderbarer Schöpfer, Quell des Lichts
und aller Dinge;
Ob ich gleich, wie dieses alles eigentlich aus dir entspringe,
Nicht zu fassen fähig bin, weniger beschreiben kann.
Eben, daß dieß meine Seele nicht begreiffet, stellet mir
Meinen Geist, so wie er ist,
Klein; dich gleichfals, wie du bist,
Unbegreiflich, weis’, unendlich, liebreich und allmächtig
für.
Die Erkänntniß dein- und meiner, so aus deinen Wercken
qvillt,
Womit deine Lieb’ und Allmacht aller Himmel Himmel
füllt,
Wirckt, zu deinen wahren Ehren, wahre Demuth, wahre
Liebe,
Wahre Sehnsucht, dir gefällig, danckbar, froh und from
zu werden;
Sie erzeugt zugleich die dir angenehmen Liebes-Triebe
Gegen unsern Neben-Menschen. Kann denn wol auf dieser
Erden
Ein GOtt-liebers Opfer seyn, als ein Hertz, das seine
Macht,
Seine Weisheit, seine Liebe, in der Creatur, erweget,
Und, in ihr, die Herrlichkeit ihres Schöpfers, mit Bedacht,
Sieht, bewundert, ehrt, und frölich seine Wunder überleget?