Qvodlibet.
Du dumme Welt!
Wenn wirst du einmahl klüger heissen?
Was nützt in Kasten alles Geld
Wenn du wilst Grütz und Bonen speisen?
Die Thaler kriegen einen Rost
Und du nur Bärenheuter-Kost.
Reiche sind den Eseln gleich
Die offt Gold und Silber tragen
Daß sie Last und Sorgen plagen
Denn so sind die Esel reich.
Ein Reicher und ein fettes Schwein
Die dienen sonst zu nichts als daß man sie muß schlachten;
Drüm Bruder wir wollen die Thorheit verpachten
Wir trincken den Wein
Und streichen die Thaler deswegen nur ein
Nicht daß wir in ihrer Gefangenschafft liegen
Nein daß sie uns müssen als Sclaven vergnügen.
Ich Armer Ach! ich muß verderben
Weil meine Schöne grausam ist
Sie selber spricht du must ersterben
Wie daß du nicht dein Hencker bist?
Ach lauffet und bringet den Wagen herein
Und schmeisset den Narren ins Tollhauß hinein.
Wer allzusehr verliebt bey einem Mädgen sieht
Dem wird sie es versagen
Doch wer sich nicht üm sie bemüth
Dem pflegen sie es selber anzutragen.
Ach die Mädgen habens gerne
Ob sie gleich was spröde seyn:
Denn so gleich das Maul zu geben
Und uns zu Gefallen leben
Trifft nicht mit dem Wolstand ein.
Das Rind-Vieh kommet heuer
In zimlich hohen Kauff
Die Ochsen werden theuer
Denn einer frißt den andern auff.
Neulich trieb die Muntrigkeit mich ins Grüne zu spatzieren
Und ein angenehmer Freund war die beste Lust dabey:
Nun solt' uns der Rommeldeus auch die durstge Kehle schmieren
Doch der Appetit wieß aus daß das Wasser besser sey.
Itzt kömt ein Schiff von Stade
Und führet Treck-Pomade
Ein Wagen mit Kuhfladen
Statt Pflästergen beladen
Ein Schiff mit steiffen Waden
Und sind nun diese waren da
So wird man gleich die Opera
Von hundert tausend Jungfern spielen
Wenn eine Wespe sticht
So pflegt man es zu fielen
Die Zungen stiche Bluten nicht
Und machen doch viel grössre Schmertzen.
Mit grossen Herrn zu Schertzen
Ist keines klugen Ampt.
Opinio du bist verdammt
Du machest die aller erbärmlichsten Hasen
Bald läst du den Küster
Bald Doctor Magister
Bald Rath und Excellentz
Bischoff Magnificentz
Professor Superindendent
Der General sich noch dazu genennt
Wie Schwermer im Gehirne rasen.
Den die Schmeicheley verführet
Der mit glatten Worten schmieret
Der doch allzeit in der That
Nichts als Pralereyen hat
Nun den wil ich wieder schmieren
Und ihn auf das Maul Hof - -
Das Wetter ist sehr kalt
Drum möcht' ich gern in Kachel-Ofen kriechen
Amanda gönne mir dergleichen Auffenthalt
Du hast schon eingeheitzt ich kan die Wärme riechen.
Halt Bruder steck die Pfeiffen an
Und laß den Wurm verrauchen
Ach daß ich nicht die Mädgen kan
Damit zu Tode schmauchen!
Nur die edle Tugend muß unsre schöne Losung heisen
Wenn wir auf der güldnen Bahn der Vergnügung wollen reisen.
Am - - - - Hoffe
Nimmt itzt der Narr die Zoffe
Weil nun die Stelle ledig ist
So Prüffe dich ob du ihr würdig bist;
So singt man itzt zum Spasse
In einer Nicols Gasse.
Viele Bücher viele Grillen
Viele Doctors viele Pillen
Viele Häuser viele Sparren
Viele Herren viele Narren
Und ein eintzger Pfaffen-Kittel
Hat nun so viel Ehren-Tittel.
Wie hat die Welt das Eitel so lieb?
Wer stiehlt der ist ein Dieb
Das kan mir schwerlich fehlen
Doch Mädgen die die Keuschheit stehlen
Und die aus unsern Beutel naschen
Heist man galante Taschen.
Mein Glücke wird nicht immer schlaffen
Denn nach den Sturm und Winden
Folgt ein stille See
Nach Donner ach und weh
Kan man den frohen Hafen finden.
Die Hoffnung ist das Ziel wornach mein Hertze reicht
Ein kluger machet sich das Leben selber leicht.
Sa lustig ihr Brüder was giebt es zu schaffen?
Trinckt einmahl herüm
Wer schiert sich was drüm.
Es sollen die traurigen Grillen itzt schlaffen.
Wollt ihr mich ihr Neider drücken?
Legt ihr hinter meinen Rücken
Immer alles ärger aus?
Nun so sag' ich Teutsch heraus
Daß ihr auch bey mir von hinten
Sollet Lohn und Antwort finden.
Die Lüste gleichen sich den überzognen Pillen
Die Honig in den Mund und Gall im Hertzen qvillen.
Rechst war der Schreiber Grobenholtz
Bey einen Leichen-Gang so stoltz
Und wolte gleich mit oben seyn;
Jedoch das eingebildte Schwein
Must' unter praven Leuten stehn
Ja keiner wolte mit ihm gehn
Drüm sprang er endlich biß zum Schwantz:
Diß war ein lustger Schreiber-Tantz.
Weil nun der Esel hinten steht
So schließt er auch mein