Rosette

By Heinrich Christian Boie

Written 1775-01-01 - 1775-01-01

An Rosettens Blicken hangend,

Schmachtend, seufzend und verlangend

Fleh ich mit vergebner Müh:

Kannst du ewig meinen Klagen,

Meinen Thränen dich versagen?

Lohnst du meine Treue nie?

Aber immer unbeweglich

Hört das kalte Mädchen täglich

Meine Seufzer an und spricht:

„Hoffnung nährt allein die Liebe.

Glaub', ich theilte deine Triebe,

Wünscht' ich ihre Dauer nicht.“