Rußland . (Einem Freunde als er nach Moskau übersiedeln wollte.)
Wer auf die Zukunft schwört und unbekümmert
Der ew’gen Kraft des Geistes noch vertraut,
Die, gleich dem Meere,
Und eine
Wer, ihr vertrauend, unser Krämerleben
Ob jener Zeit, die kommen muß, vergißt,
Der fliehe
Und jede Hoffnung eitel Thorheit ist.
Wer, trotz der Dürre, seines Fleißes Segen —
Der Freiheit Saat, voll guten Muths erblickt,
Die junge Saat, von keinem Sommerregen,
Doch, über Nacht, von frischem Thau erquickt;
Der fliehe
Nur Mehlthau fällt, der jeden Keim zerfrißt,
Wo’s noch gelingt „
Und jede Hoffnung eitel Thorheit ist.
Doch wer, verzweifelnd ob so langem Harren,
Der Hoffnung Prachtbau selber niederreißt,
Und unser Thun das Streben eines Narren,
Und unsren Glauben „Geistesschwäche“ heißt;
Der suche
Ein Maaß, daran er unsre Größe mißt,
Und lerne
Wo jede Hoffnung eitel Thorheit ist.