S ie befahl ihm zu sterben.

By Christian Friedrich Hunold

So soll ich denn mein Kind in dieser Glut verbrennen

Die deiner Augen-Blitz in meiner Brust erregt?

Wohl denn ich bin bereit in meinen Tod zu rennen

Weil mir dein schönster Mund es selbsten aufferlegt.

Ja ja ich sterbe gern in diesen holden Flammen

Weil sie vom Himmel nur und meiner Göttin stammen.

Laß mich im Sterben doch nur deine Gnad' erlangen

Und stelle dich zur Grufft mit einen Seufftzer ein

So will ich meinen Tod mit höchster Lust umfangen

Und auch im Grabe dir annoch verbunden seyn

Es soll mein reiner Geist stets um den deinen schweben

Und so werd' ich im Sarg erst recht vergöttert leben.

Nun schönste fahre wohl mein Geist will schon entweichen

Es lodert Seel' und Leib und steht in voller Glut

Des Aetna Feuer ist der Brunst nicht zu vergleichen

Denn was der Blitz gerührt lescht nichts als Milch und Blut.

Doch soll ein Phönix einst aus meiner Asche lauffen

So gib mir deinen Schooß zu meinen Scheiterhauffen.