S inn- G edichte. Uber ihr Himmel-Bette. C. H.

By Christian Hoffmann von Hoffmannswaldau

Hjer hat die Delie den himmel auf der erden,

Hier ruhet die, die mir viel unruh macht:

Hier schläfet die um die mein geist stets wacht,

Und träumet, unbesorgt, daß ich zum schatten werde;

Hier lieget die, vor der mein hertze liegt,

Und athmet, daß in sie ein hauffen seuffzer fliegt;

Ach athmete sie doch davon die meinen ein!

So könt’ ich sehr beglückt durch diesen himmel seyn

Ach wer doch nur, du leichtes decke-bette!

Ein eintzigmal dein amt hier zu verwalten hätte!

Es möchte zwar in diesem himmel ein finsternis davon entstehn

Wenn ich, als mond, o Sonne! dir das

Hingegen würd’ es mir weit besser als tausend andern buhlern

gehn,

Weil ich alsdenn im himmel-bette, und auch zugleich im himmel

steckte.