S onnet. A ls er A malien in B ade sahe.
Hilff Himmel welcher Schmuck der Perlen weissen Glieder!
Ließ mir der zarte Leib an seiner Blösse sehn!
Die Brüste lagen hier gantz ungewöhnlich schön.
Die Hände spritzten sie an Bauche hin und wieder
Sie hub das eine Bein zu waschen auff und nieder
Daß mir das Paradieß recht offen konnte stehn.
Ich sang': Amalia laß mich doch zu dir gehn
Alleine Scham und Zorn verstimmten meine Lieder.
Ach Venus unsrer Zeit! du bist Diana nicht
Die in den Brunnen gleich des Todes Urtheil spricht
Doch sucht dein strenger Grimm mein Leben zu verkürtzen
So fällt Narcissus dort in Brunnen den er sieht:
Weil nun mein stoltzer Geist zu gleichen Spiegel flieht
So kanst du mich zur Straff' in deinen Brunnen stürtzen.