Sachsen-GothaFußnoten

By Christian Friedrich Hunold

Written 1697-01-01 - 1697-01-01

Biß an der Sternen Hauß trägt mich die Tapfferkeit

Da sich vors Reiches Wohl mein Printz zum Opffer beut.

Printz Wilhelm welcher längst dem Purpur den er träget

So groß und hohen Glantz als er ihm beygeleget.

Der Klug und Weißheit so wie seinen Degen liebt

Und sich dem Cæsar gleich in beyden hochgeübt.

Der (welch ein rarer Ruhm so große Helden zieret)

Den Himmel in der Brust mit sich zu Felde führet.

Auf den Ernestens Geist wo nicht gedoppelt ruht

Wo From- und Tapfer-seyn fast gleiche Wunder thut

Der Friedrichs Redlichkeit sich auserwehlt zum Orden

Und unserm David ist zum Jonathan geworden.

Den Lieb und Ehr-Furcht küßt um den mein ruhig Land

Unruhig werden muß weil es ihm unbekant

Ob was aus Toulon wird auf meinen Printzen krachen

Den der unsterblich schon auch sterblich könne machen?