[Sanft unterm Fittich der Nacht]

By Paul Heyse

Written 1872-01-01 - 1872-01-01

Sanft unterm Fittich der Nacht

Schläft nun der hastige Wind.

Komm! laß uns schweigen und lauschen!

Wälder und Ströme, sie rauschen

Nur wie im Traum noch gelind.

Stürme, im Busen entfacht,

Zitternd veratmet ihr Chor.

Ruhiger, ohne Gefährde

Brennen auf ewigem Herde

Flammen der Seele empor.

Folgend der himmlischen Macht

Lodern sie herrlich in eins.

Mild wie durch Opfergedüfte

Blicken die Sterne der Lüfte

Niederwärts segnenden Scheins.