Schäffer-Gedichte Balis.
Als nächst der Phœbus kaum vergnüget ausgeschlaffen
Und ihm im Augen noch der dunckle Schlummer
stand
War
Weil er im Bette nichts als lauter Unruh fand.
Er trieb die Liebe-Schaar auf eine fette Weide
Und legte sich betrübt an eine Eichen hin
Er klagte daß sein Glück des Schicksahls-Haß beneide
Indem es änderte der
Die Küsse brach er aus die mir ihr Mund gegeben
Die mehren meinen Schmertz nun sie versaget sind
Die Geister ziehen weg es endet sich mein Leben
Nun
Jhr Freundlich-seyn ist hin die Liebe ist verblichen
Ein jeder Blick anjetzt mit Donner schwanger geht
Das heisse Liebes-Feur ist aus der Brust entwichen
Daß sie wie
Ach! dencke ich anjetzt an die versüßten Stunden
Die ich mit ihr vor dem an diesem Ort gehabt
Wie ich der Lippen-Safft im Uberfluß gefunden
Und auf der Zucker Brust mit Anmuth mich gelabt:
So zinßt der Augen-Quell sehr häuffig heisse Zähren
Das Hertze schlägt als wenns vor Angst zerspringen will
Unseeliges Geschick! verworffenes Verkehren!
Muß eben
Was schöpffest du vor Lust aus meiner Angst und Quählen?
Sag’ ob dir Freude bringt mein Jammer meine Pein
Und warum trennest du zwey heiß verliebte Seelen
Daß eine muß ein Feur die ander Kälte seyn?
Kaum hatten sich gesetzt des Hertzens tieffe Wunden
Und
Als dein verworffner Zorn mir das was ich gefunden
Zur Heilung meiner Pein mit Ungestüm wegnimmt.
Hie schoß ein Thränen-Bach ihm aus den trüben Augen
Die Zunge lähmte sich der Worte-Laut verschwand
Die Geister wolten nichts mehr vorzubringen taugen
Die Angst und Traurigkeit nahm bey ihn überhand.
Doch endlich fing er an; was nützet mir das weine
Mit meinen Klagen treibt die
Nach Regen pfleget sonst die Sonne schön zu scheinen
Allein die Hoffnung ist zu
Jhr Sinn ist wie
Jhr Hertze ist wie Stahl so hart wie Diamant
Weils auch die Thränen nicht der Augen zwingen können
Das Feuer das mich brennt hat nicht bey ihr bestand.
Ich lebe ohne Lust ohn Schlaffen Essen Trincken
Der Gramm verzehrt den Geist der Cörper naht dem
Grab
Ob schon die
So schaffet
Der
Jhr Schertzen stincket mich als Euter-Beulen an
Wenn ich sie lachen seh dünckts mir ein Ungewitter
Nichts als der
Ich sehe manches Bild bey unsern Schäffer
Das gar nicht heßlich ist doch gleichts der
Sie kan durch ihre Pracht sie allesammt beschimpffen
Die gantze
So wie der helle Tag den Abend übersteiget
So raget ihre Pracht vor andern auch herfür
Der lichte
Die weisse Haut beschämt der Liljen ihre Zier.
Die Wangen Milch und Blut wie bunten
Vor ihren Mund zerfält der schöneste Rubin
Die Augen sanfften Blitz aus schwartzen Peche strahlen
Die Zähn sind Helffenbein der Athen ist
Die Brüste sind ein Schnee ach angenehmes Dencken
Davon ein süsses Safft gleich
Wer wolte sich im Geist nicht sehr darüber kräncken
Wenn ihm solch eine Brust nicht allzeit ist vergünnt?
Wenn ihren Purpur früh
Und sie nach
So dann mein müder Fuß die Felder schon beschreitet
Ich freu mich wenn bis Kind der Göttin Schmuck verhöhnt.
Ach
Mach daß die
Erzürnter Himmel laß mein Flehen dich begüten
Daß
Dein Hart-seyn gegen mich verjage und verbanne
Und vor
Sey kein ergrimter Löw kein Tyger kein Tyranne
Dem sein vergrelltes Maul nach Blut stets offen steht.
Wann aber
So weiß ich Armer nicht was vor mich übrig ist
Ich muß zu meiner Noht und meinen Schmertzen schweigen
Und dencken daß der Tod die Lebens-Pein versüßt.
Aus Kummer und aus Angst soll meine Seel verschmachten
Hier dieser helle Fluß soll mein Begräbniß seyn
Doch muß ich in den Baum erst einzuschneiden trachten
Der