Schäffer-Gedichte Balis.

By Johann Georg Gressel

Als nächst der Phœbus kaum vergnüget ausgeschlaffen

Und ihm im Augen noch der dunckle Schlummer

stand

War

Weil er im Bette nichts als lauter Unruh fand.

Er trieb die Liebe-Schaar auf eine fette Weide

Und legte sich betrübt an eine Eichen hin

Er klagte daß sein Glück des Schicksahls-Haß beneide

Indem es änderte der

Die Küsse brach er aus die mir ihr Mund gegeben

Die mehren meinen Schmertz nun sie versaget sind

Die Geister ziehen weg es endet sich mein Leben

Nun

Jhr Freundlich-seyn ist hin die Liebe ist verblichen

Ein jeder Blick anjetzt mit Donner schwanger geht

Das heisse Liebes-Feur ist aus der Brust entwichen

Daß sie wie

Ach! dencke ich anjetzt an die versüßten Stunden

Die ich mit ihr vor dem an diesem Ort gehabt

Wie ich der Lippen-Safft im Uberfluß gefunden

Und auf der Zucker Brust mit Anmuth mich gelabt:

So zinßt der Augen-Quell sehr häuffig heisse Zähren

Das Hertze schlägt als wenns vor Angst zerspringen will

Unseeliges Geschick! verworffenes Verkehren!

Muß eben

Was schöpffest du vor Lust aus meiner Angst und Quählen?

Sag’ ob dir Freude bringt mein Jammer meine Pein

Und warum trennest du zwey heiß verliebte Seelen

Daß eine muß ein Feur die ander Kälte seyn?

Kaum hatten sich gesetzt des Hertzens tieffe Wunden

Und

Als dein verworffner Zorn mir das was ich gefunden

Zur Heilung meiner Pein mit Ungestüm wegnimmt.

Hie schoß ein Thränen-Bach ihm aus den trüben Augen

Die Zunge lähmte sich der Worte-Laut verschwand

Die Geister wolten nichts mehr vorzubringen taugen

Die Angst und Traurigkeit nahm bey ihn überhand.

Doch endlich fing er an; was nützet mir das weine

Mit meinen Klagen treibt die

Nach Regen pfleget sonst die Sonne schön zu scheinen

Allein die Hoffnung ist zu

Jhr Sinn ist wie

Jhr Hertze ist wie Stahl so hart wie Diamant

Weils auch die Thränen nicht der Augen zwingen können

Das Feuer das mich brennt hat nicht bey ihr bestand.

Ich lebe ohne Lust ohn Schlaffen Essen Trincken

Der Gramm verzehrt den Geist der Cörper naht dem

Grab

Ob schon die

So schaffet

Der

Jhr Schertzen stincket mich als Euter-Beulen an

Wenn ich sie lachen seh dünckts mir ein Ungewitter

Nichts als der

Ich sehe manches Bild bey unsern Schäffer

Das gar nicht heßlich ist doch gleichts der

Sie kan durch ihre Pracht sie allesammt beschimpffen

Die gantze

So wie der helle Tag den Abend übersteiget

So raget ihre Pracht vor andern auch herfür

Der lichte

Die weisse Haut beschämt der Liljen ihre Zier.

Die Wangen Milch und Blut wie bunten

Vor ihren Mund zerfält der schöneste Rubin

Die Augen sanfften Blitz aus schwartzen Peche strahlen

Die Zähn sind Helffenbein der Athen ist

Die Brüste sind ein Schnee ach angenehmes Dencken

Davon ein süsses Safft gleich

Wer wolte sich im Geist nicht sehr darüber kräncken

Wenn ihm solch eine Brust nicht allzeit ist vergünnt?

Wenn ihren Purpur früh

Und sie nach

So dann mein müder Fuß die Felder schon beschreitet

Ich freu mich wenn bis Kind der Göttin Schmuck verhöhnt.

Ach

Mach daß die

Erzürnter Himmel laß mein Flehen dich begüten

Daß

Dein Hart-seyn gegen mich verjage und verbanne

Und vor

Sey kein ergrimter Löw kein Tyger kein Tyranne

Dem sein vergrelltes Maul nach Blut stets offen steht.

Wann aber

So weiß ich Armer nicht was vor mich übrig ist

Ich muß zu meiner Noht und meinen Schmertzen schweigen

Und dencken daß der Tod die Lebens-Pein versüßt.

Aus Kummer und aus Angst soll meine Seel verschmachten

Hier dieser helle Fluß soll mein Begräbniß seyn

Doch muß ich in den Baum erst einzuschneiden trachten

Der