Se contenter est la très grande richesse.

By Johann Georg Gressel

Ich bin vergnügt; ob gleich die holden Blicke

Des Schicksahls nur ein falsches Blend-Werck seyn

Ich kenne schon desselben schlaue Tücke

Drum acht’ ich nichtes nicht den blossen Schein.

Den blossen Schein und sonsten nichts zu lieben

Heist Aepffel ihm von

Ein Mast der Wind und grimmer Wellen Treiben

Folgt muß gewiß ohn Steur bald unter gehn.

Bald untergehn und in der Noht versincken

Kommt weibischen und bangen Hertzen zu.

Wer auch nicht kan die herben Myrrhen trincken

Erlangt niemahls die stets gewünschte Ruh.

Gewünschte Ruh und süsse Lust geniessen

Ist nur für den der niemahls nnterliegt

Darum laß ich mir keinen Sturm verdriessen

Mein Denck-Spruch ist: Ich bin dennoch vergnügt.