Sehnsucht gab mir ihr weites Kleid

By Max Dauthendey

Written 1892-01-01 - 1892-01-01

Sehnsucht gab mir ihr weites Kleid,

Seine Naht ist lang wie die Ewigkeit.

Streicht die Sehnsucht um das Haus,

Trocknen die plaudernden Brunnen aus;

Die Tage kommen wie Tiere daher,

Du rufst ihre Namen, sie atmen nur schwer;

Du suchst dich im Spiegel, der Spiegel ist leer,

Hörst nur der Sehnsucht Schritt,

Du selbst bist nicht mehr.