Sie sucht durch seine Verbannung bey der Venus Gnade.

By Johann Georg Gressel

Geh fort Verfluchter geh fort geh mir aus den Augen

Ich kan und will dich nicht hinführo vor mir sehn

Dein Schmeicheln kan zu nichts als zum Verderben taugen

Wer dir Gehöre giebt mit solchem ists geschehn.

Ich muß der

Dein Fürwitz hat mich in mein Ungelück gebracht

Allein du solt davor mein Angesicht vermeiden

Ich gebe dir hiemit auf ewig gute Nacht.

Du solt mein Angesicht hinführe nicht mehr schauen

Ich geb dir keinen Blick ich achte dich nicht mehr

Du magst dein Elend nun als ein Verstoßner bauen

Und wenn ich dich geliebt so haß ich dich nun sehr.

Dein Lob hat es gemacht daß ich mich drob vergangen

Du hast mich zu den Stoltz und Aberwitz bewegt;

Ich zierte wie ein Pfau die auffgeblaßnen Wangen

Die Brust hat einen Stoltz der all zu groß gehegt.

Allein wie ließ ich bald die stoltzen Flügel fallen

Als

Ich solte fort von ihr ins herbe Elend wallen

Die Straffe wurde mir mit Rechte zuerkannt.

Doch ihre Gütigkeit die ließ mich Gnade finden

Mir solte mein Versehn nicht zugerechnet seyn

Sie wolte keine Ruht’ vor meinen Rücken binden

Wenn ich inskünfftige das Unrecht würde scheun.

Ich werde diese Gunst so leichte nicht verschertzen

Verfluchter geh nur fort du hast mich einst gestürtzt

Allein dein Frevel soll dich in der Seelen schmertzen

Verachtung hat das Band der Liebe abgekürtzt.

Ich werde dich hinfort mit keinem Blicke lieben

Du bist nun gantz und gar aus meiner Gunst verbannt.

Du bist nun in das Buch der Feinde eingeschrieben

Ich habe nun mein Hertz gantz von dir weggewandt.

Ach

Mit Schaam und Furcht erfüllt die Augen weinen Blut

Das matte Hertz zerspringt dis sind die Reue-Früchte

Zu dem so bin ich auch dem Buhler nicht mehr gut.

Ich werde deine Macht gantz unterthänig ehren

Ich küsse Königin Fuß-fällig deinen Fuß

Ich bitte daß du magst den Zorn in Gnade kehren

Denn sieh’ ich thue ja mit wahrer Reue Buß.