[So legest du nun ab die lang getragne Bürde;]
Written 1697-01-01 - 1697-01-01
So legest du nun ab die lang getragne Bürde;
Dein graues Haupt verlangt mit allem Recht die Ruh;
Nach sechtzig Jahren schließt sich deiner Aemter Würde
Und in dem achtzigsten dein Lebens-Umkreyß zu.
Der tausende erreicht nicht deines Alters Länge:
Doch noch viel weniger bey solcher Amtes-Last
Der Jugend sauren Schweiß und deiner Thaten Mänge
Womit du Mann und Greiß die Welt erfüllet hast.
Dein Leben ist beqvem daß es die Jugend lehre
Und eine Schule die recht aus Erfahrung zeugt
Wie man das Buch so wohl als einen Degen ehre
Weil sich das volle Glück nach deinem Wissen neigt
Das nicht so ohne Müh wie Schwämme aufgeschossen
Und nur an einem Dunst von Fürsten Gnade hieng:
Es kostete was mehr du zehltest manche Sprossen
Biß dein geübter Fuß auf diesen Stuffen gieng.
Du sogst den Adel nicht aus deiner Mutter Brüsten
Vergebens theilt man auch nicht neue Schilde aus:
Kein solcher Zierraht kömmt von Müßiggang und Lüsten
Die Arbeit krönte dich und adelte dein Haus.
Der neue Adel kömmt durch edele Gemüther
Den alten erbet anch gar offt ein Tauge nicht.
Dann jenes heist Verdienst und diß sind fremde Güter
Und Lorbern die man leicht vom Stamm der Ahnen bricht.
Dort zeigt die Tugend sich und eigenes Geschicke
Das auch der blasse Neid für was besonders hält;
Hier herrschet die Natur hier spielt das blinde Glücke
Da offt von ungefehr der Würffel höher fällt.
Ihr Musen-Kinder lernt den Adel so erwerben
Und greifft die Mittel an die unser Greiß bewehrt
Und die ihr Adlich seyd laßt nicht die Tugend sterben;
Dadurch der Ahnen Glantz wird immer aufgeklährt.
Ihr dörfft ja sonst gar nicht auf fremde Federn pochen
Die eurer Ahnen Heim auch noch so lang geziert.
Seht hie wie mancher wird von diesem abgestochen
Der sie nur in der Hand nicht auf dem Hut geführt.
Zwar kan es dem Geschlecht von Jena hier nicht fehlen
Es truge lang vorher des Adels Lorber-Blat:
Nur vom Hochseeligen muß man den Adel zehlen
Der auff den alten Stamm auffs neu gepfropffet hat.
Was durch das Schicksaal schon hat allen Safft verlohren
Dem flöst er wiederum ein neues Leben ein:
Die Eltern werden selbst hiedurch wie neu gebohren
Die alle auch mit Ihm aufs neu gebohren seyn.
Die Stuffe worauff er sich erstens hat geschwungen
War ein beredter Mund der Sprachen Fertigkeit
Und solche trieb er auch noch in so manchen Zungen.
Als kaum zureichen will des Menschen Lebens-Zeit.
Was Gott durch seinen Geist zu unserm Heyl geschrieben
Lag Ihm ohn übersetzt gantz unverschlossen dar:
Und so manch fremdes Wort hat er dabey getrieben
Das auch zu seiner Zeit fast nicht erhöret war.
Frantzosen; Spanier; die Römer und die Britten
Die hörten seinen Spruch in ihren Zungen an
Den Thon die Artigkeit nach eines jeden Sitten
Davon uns Regenspurg am besten zeugen kan.
Und so viel Länder hat er selbsten noch durchzogen
Er hohlte alles so wie aus der ersten Hand.
Er hat was irgend gut von Jedem eingesogen
Denn halb Europa war fast wie sein Vater-land.
Doch wuste Er auch wohl daß aller Völcker Sprachen
Nur leere Zeichen seyn und Schalen ohne Safft
Die Künste können erst geschickte Leute machen
Er strebte auch darum nach solcher Wissenschafft.
Geschickligkeit zum Staat beruht auf zweyen Stützen
Historie und das Recht die machen da gelehrt:
Der kan wohl sicher am geheimen Ruder sitzen
Der beyde innen hat mit zweyen Anckern fährt.
Von unserm Cantzler muß man eben dieses sagen
Daß beyde gleich in Ihm verschwestert worden sind
Die Er wie Licht und Recht auf seiner Brust getragen
Darum man auch so leicht nicht seines gleichen sindt.
Die Welt-geschichte hatt Er gründlich durchgelesen
Der nicht im Teutschen Reich allein zu Hause war:
Natur und Völcker-Recht ist wie sein Pflug gewesen
Das Ihm die erste Frucht zu seinem Glück gebahr.
Die Künsten hatten lang schon aus der Pfaltz geflüchtet
Mars nahm da seinen Sitz die Musen zogen fort:
Catheder, Bücher-Schatz und alles war zernichtet
Die Wuth gieng dreyßig Jahr allein an solchem Ort.
Carl Ludwig Landes-Fürst ein Ausbund weiser Helden
Der sahe den Verlust mit nassen Augen an.
Wenn seinen Nahmen nur uns die Geschichte melden
So weiß die gantze Welt was dieser Fürst gethan.
Er hat die Flüchtigen vom Elend hergeruffen
Er suchte überall gelehrte Leute auff
Und hierzu baute Er die alte Ehren-Stuffen
Und gab den Künsten auch bald wieder ihren Lauff.
Der muntre Jena war auch dahin ausersehen
Und zum Geschickligkeit zu solchem Werck erwählt
Der edlen Jugend wohl in Rechten vorzustehen
Und auch noch über das im Fürsten-Rath gezehlt.
Er halff den Musen dort ihr Lager neu aufschlagen
Derselben funden sich viel hundert wieder ein.
Man kan mit allem Recht auch dieses von Ihm sagen
Daß seiner Lehre bald viel nachgegangen seyn.
Und wenn Er selbsten auch so öffters folgen wollen
Als man durch neuen Ruff hat seinen Dienst begehrt;
Er hätte zehen mahl sich selber theilen sollen
So hoch war sein Geschick in Schul und Staat geehrt.
Nur Friedrich Wilhelm kam mit einem starcken Triebe
Und diesem gab Er gleich fast ohn Bedencken statt
Ihn trung des Fürsten Gnad Ihn trung die Bruder-liebe
Als dessen Stelle Er dadurch bekleidet hat.
Und dorten ist sein Ruhm noch immer höher kommen
Die Stelle wurde Ihm bald weiter fortgerückt;
Er wurde von der Schul gar in den Staat genommen
Und mit der Vollmacht sort nach Regenspurg geschickt.
Und da fieng eben erst sein Glücks-stern an zu steigen
Er gab den Aeltesten auch nichts in Stimmen nach:
Da kont Er sein Talent in vollen Kräfften zeigen
Das offt der andern Schluß durch guten Grund zerbrach.
Er durffte nicht erst lang die Wörter Rade brechen
Ihm flossen Ströhme weiß die Reden aus dem Mund.
Mit jedem konte Er in seiner Zungen sprechen
Und stifftete damit so manch vertrauten Bund.
Und was Er schrifftlich in dem Rath nur eingegeben
Das sah für Rennligkeit wie ausgemahlet aus
Die Sachen; Wörter; Schrifft und alles hatte Leben
Er brachte darum auch so manchen Schluß nach Hauß
Der sonst unmöglich schien die allerschwerste Sachen
Die man vorhero schon für halb verlohren gab
Die kunten doch sein Mund und Feder möglich machen
Er that in kurtzer Zeit die grösten Dinge ab.
Er hat auch nicht allein da eine Stell gezieret
Von Dännemarck; Chur-Pfaltz; Chur-Sachsen und Bayreuth;
Von Anspach; Nassau hatt Er auch die Stimm geführet.
Dafür nicht mir ein Land Ihm Lorbern hat gestreut.
Ja seine Klugheit gab von sich so starcke Blicke
Von Franckreich selbsten war diß Urtheil dort gefält
Es hätte Jena weit für anderen Geschicke
Die man zum Reichs-Convent nach Regenspurg gestelt
Noch Spanien und ja auch selbst der große Käyser
Die seine Redligkeit erst nach der Zeit erkant.
Die gönnen Ihm den Ruhm und alle Ehren-Reiser
Der Dienste welche Er für Teutschland angewandt.
Er hörte damahls schon am Rhein den Himmel blitzen;
Das Wetter das hernach erst ausgebrochen ist:
Sein Rath war: wenn uns nicht dafür Armeen schützen
So kriegt kein Kluger nicht. Der sucht des Feindes List
Vielmehr durch Frieden und durch Unschuld zu beschämen;
Und fällt das Land denn weg; bleibt doch das Recht darauf.
Auch den wir itzo nicht vermögend sind zu zähmen
Dem ändert sich das Glück offt mit der Zeiten Lauff.
Und was ists? Teutschland ach! du hast es ja erfahren
Was dein gerechter Krieg vor Nutzen hat gebracht.
Du kuntest nicht einmahl das übrige bewahren
Worauf den Anspruch dir kein Feind je hat gemacht.
Du hast vor Städte ietzt viel tausend Aschen-hauffen;
Vor so viel tausend Mann so manche Leiche stehn.
Diß heißt den Frieden ja zur Unzeit theuer kauffen.
Sag jetzt ob Jena nicht diß schon vorher gesehn?
Nur Neid und Unverstand pflag seinen Rath zu schelten
Von jenem war auch wohl ein Argwohn noch erregt:
Jetzt last ihr solchen gern mit euren Schaden gelten
Seht wie Verläumdung sich nun selbsten niederschlägt.
Indessen wird dein Ruhm Hochseeliger verjünget
Daß dich kein feines Gold jemahlen hatt verblendt:
Da dieser Ausgang schon für deine Unschuld ringet
Der solchen Vorwurff nun auch für Verläumdung schändt.
Die Nachwelt wird dich stets für deine Treue loben;
Und Brandenburg weiß wohl wie du Ihm hast gedient.
Es hat ja viertzig Jahr gantz unverrückte Proben;
Seit dir an diesem Hoff die erste Frucht gegrünt.
Nur Magdeburg du bist am meisten Dem verbunden;
Der sich für deinen Staat auch lang vorher bemüht.
Eh Jena noch bey dir sich würcklich eingefunden?
Eh Er die Cantzeley als Oberhaupt bezieht:
So muste Er dich schon in einer Sache schützen
Daran die Würdigkeit des gantzen Landes hieng.
Man glaubte daß du noch solltst auff der Over-Banck sitzen;
Als schon Chur-Brandenburg von dir Pflicht empfieng.
Die meiste fiengen an schon hin und her zu wancken;
Nur Jena war behertzt und stützte solche Last
Dem hast du es auch noch in seiner Grufft zu dancken
Daß Er die Oberstell mit tapffrer Faust gefast.
Und als Er einmahl sich da mit Gewalt gesetzet;
So stellte Er sein Recht mit solchen Kräfften vor
Daß jeder diesen Greiß der Stelle werth geschätzet
Und sich der Gegentheil auch nach und nach verlohr.
Und dieses heist im Sturm mit klugem Ruder schiffen
Wenn man der Winde schon und Klippen ist gewohnt:
Dieß heißt den Rathschlag aus dem Stegereiff ergriffen;
Und bey dem klaren Recht der Menschen nicht geschont.
Ein andrer hätte sich hier zehen mahl verlauffen
Und seine Seiten erst so viele Jahr gestimmt
Ein andrer seinen Rath zu Hoffe müsse kauffen;
Nur Er ists der den Pfeil aus eignem Köcher nimmt.
Noch als den Wohnplatz Er in dieses Land verleget
Das nun durch Ihn so hoch für vielen Häusern sitzt
Mit was für Liebe hat Er groß und klein geheget
Und die Bedrängete in ihrer Noth geschützt.
Die Aendrung schiene zwar fast ungleich auszusehen;
Dort war ein Theil der Welt und hier ein eintzig Land;
Dort stritten Könige hier sah Er Bürger stehen;
Dort galte die Vernunfft hier offt des Schöpffen Hand.
Jedoch Ihn mochte nicht Wechsel irre machen
Die Tugend wurde auch durch die Geschäfften kund.
Denn wer ein Schiff regiert führt leichtlich auch den Nachen:
Wer einen Zentner trägt der hält auch wohl ein Pfund.
Das Land war Brandenburg so gleich nur angestorben
Und Er am ersten gleich demselben fürgesetzt.
Offt wird auch selbsten was man noch so leicht erworben
Durch übles Regiment im Amfang gleich verletzt.
Es kostet manchen Rath biß man die Unterthanen
Dein neuen Landes Herrn nach seinem Staat gewehnt
Die Wege lassen sich durch Ungestüm nicht bahnen
Weil sonst der Bürger sich nach alter Herrschafft sehnt.
Drum solte Jena auch zuerst das Ruder halten;
Biß sich das gantze Werck in Fug und Band geschickt.
Hernach läßt sich der Staat mit halber Müh verwalten
Wie man ein Uhrwerck leicht auff andre Stunden rückt.
Wer will dem Seeligen doch diese Ehre streiten
Daß Er die Stäbe mit Behutsamkeit geführt
Fleiß; Treue; Freundlichkeit die stehen Ihm zur Seiten
Dadurch jetzt mancher wird durch seinen Tod gerührt.
In funffzehn Jahren hat er keinen Tag versäumet
Er kam nie eine Stund zu späth ins Regiment:
Zu seiner Arbeit hat er täglich auffgeräumet
Und keine Uberschrifft von ihrer Zeit getrennt.
Bey vielem Uberlauff war er doch unverdrossen;
Und jederman bekam von Ihm ein gutes Wort:
Er hat dem Aermsten auch die Thüre nicht verschlossen
Es war sein gantzes Hauß ein allgemeiner Port
Da Schiffe hin und her frey durch einander lauffen
Da sich der Zollstock nicht an einer Ecken zeigt.
Man durfft den Zutritt nicht von seinen Dienern kauffen
Dann anzumelden war ein jeder schon geneigt.
Er selbsten hielt die Hand von Gaben unbeflecket
Und seine treue Brust war von Geschencken frey;
Auff seinem Lager hatt Ihm dieses Trost erwecket;
Daß unter seinem Gut nichts ungerechtes sey.
Sein Seegen kam allein nur durch des Herren Güte
Der Höchste legte Ihm noch größre Gnade zu;
Ein hohes Alterthum; ein fröliches Gemüthe;
Gesunde Leibes-Krafft und die Gewissens-Ruh.
In Sechzig Jahren ist der Meisten Zeit vergangen
Und Siebenzig wird kaum von tausenden erreicht;
Er hatt das Achtzigste auch würcklich angefangen
Und biß in seine Grufft dem Jüngling fast gegleicht.
Die Haare waren dicht; die Augen Sonnen helle;
Die Wangen Rosen roth; die Adern noch voll Blut;
Die Beine gar nicht steiff; der Fuß an seiner Stelle;
Der Rücken nicht gekrümmt; die Knochen fest und gut;
Die Brust gieng nicht beklemmt; der Athem ohne Keichen;
Der Pulß hielt seinen Schlag; der Lebens-Geist war frey;
Die Sinnen stets bey sich: man sahe nicht ein Zeichen
Daß dieser muntre Leib bey achtzig Jahren sey.
Sein Hertz hat Ihm kein Wurm vor Unmuth abgezehret
Er fühlte keine Last auf seiner lincken Brust:
Zu Nachtes hat kein Grahm Ihm seine Ruh gestöhret;
Er häuffte nicht bey sich den alten Sünden-Wust.
Sein meistes Sprechen war; die Wunder Gottes loben
Wie dieser Ihn geführt von erster Jugend an:
Wie Väterlich er ihn zum Ehren-Sitz erhoben;
Und wie viel gutes noch an Leib und Seel gethan;
Wie manchen Glückes er ihn würdig hätt geschätzet
Wie viele Güter er von dessen milder Hand;
In was für Alter Ihn und Jahre er gesetzet
Und wie er ihn gemacht zum Ersten in dem Land.
In solchen Reden ist er selbsten auch verschieden
Dann sein beredter Mund schloß sich kaum davon zu.
So fuhr wie Simeon der Geist in vollem Frieden
Von seiner Hütten aus in die erwünschte Ruh.
Sagt Menschen! saget mir! heißt diß nicht ein Gefässe
Von Gottes Gnaden seyn? der so wie dieser stirbt.
In Ehren; bey Verstand; in Ruh auch noch in Grösse
Des Alters des Verdiensts das nicht mit Ihm verdirbt.
Dadurch wird Jena noch in den Geschichten leben;
So lang nur eine Schrifft von diesen übrig bleibt:
Dann wer will Ihm den Ruhm mit zweyen Blättern geben;
Davon mit allem Recht man gantze Bücher schreibt.
Es ist auch gar nicht Noth daß man hier Verße dichtet
Dann seine Thaten schon des Lesens würdig sind
Man schreibe was er nur zu Regenspurg verrichtet
Und was man selbst von Ihm schon aufgezeichnet findt;
Was Wunder ists es dann? daß Ihm nicht wolte grauen
Vor dem was der Natur sonst so entsetzlich fällt:
Das letzte Viertel kunt er auch am Zeiger schauen
Den Gottes weise Hand auf seinen Tod gestellt.
Man solte seinen Leib in weisser Leinwand nähen
Und reines Wachs dabey noch dessen Decke seyn;
Doch ist auch dieses nicht von ungefehr geschehen
Der Bienen Arbeit trifft mit seinem Leben ein.
Nur eines will vielleicht dem Seeligen hie fehlen
Weil seine Leiche ja noch Sohn noch Tochter trifft:
Allein den Erben muß man ja für jenen zehlen;
Und Töchter nennen sich die Fräulein in dem Stifft.
So ist er dieses Orts auch gar nicht unvollkommen
Was wir vorher gesagt das bleibt noch jetzt dabey
Wer seinen Abtritt so aus seiner Seen genommen
Da spricht man daß das Spiel gar wohl geschlossen sey.
Doch Musen! was ists das auf eure Brüste schläget?
Aus was Ursachen folgt ihr dieser Leiche nach?
Es ist nicht euer Haupt das man itzt dahin träget;
Er saß im Regiment was ängstet euch die Sach?
Nur ach! ich kan euch wohl aus dem Gesichte lesen
Ihr findt an diesem Tod zugleich auch euren Theil;
Denn Jena ist euch stets vor andern hold gewesen;
Ihm kam von eurem Kram sein gantzes Glück und Heyl.
Er hörte lieber euch als Advocaten streiten'
Und euren Kriegen hat er manchmahl beygewohnt.
Offt saß er selbst bey euch und drung euch in die Seiten;
Zu weisen da die Kunst noch seinem Alter frohnt.
Auff eure Freyheit war er gar nicht mißvergnüget
Er ließ euch gern bey dem was eures Königs Hand
Für euer gantzes Volck an diesem Ort verfüget
Und hielte solches auch sehr nützlich angewandt.
Er sahe euren Fleiß in viel Schrifften blühen;
Auch eure Blätter hielt er seiner Augen werth.
Und wenn er hörte euch von Ost und West herziehen;
Und wie sich euer Sitz mit tausenden vermehrt:
So kunte a sein Mund diß Gottes Wercke nennen
Er führte diß vom Herrn und dessen Güte her.
Da Neid und Unverstand euch kaum die Stelle gönnen
Und halten alles diß auch nur für ungefähr.