Sonnet Auf die beerdigung Hn. D. D. Heimbürgers Archidiaconi zu Berlin; nach anl...
Wje redlich hastu doch dem Herren haußgehalten
Der die geheimniß dir des himmels anvertraut:
O theurer seelen-artzt! wer hat dich nicht geschaut
Mit unermüdtem fleiß dein schweres amt verwalten?
Wann so viel donner-wort’ aus deinem mund erschallten
Welch hartes felsen-hertz ward nicht dadurch erbaut?
Jtzt aber da du schweigst erschüttert uns die haut
Und unser hertz will schier samt deinem leid erkalten:
Du legst die rechnung ab vor GOttes lichtem thron
Und überkommst daselbst den theuren gnaden-lohn
Die engel nehmen dich in ihren frommen orden:
Und da dein leib hier nicht mehr häuß auff erden hält
Verläst als pilgrim du die hütten dieser welt
Und bist nunmehr daheim ein himmels-bürger worden.