Sonnet über die augen der Astree.
By Martin Opitz
Diß sindt die augen: was? die götter; sie gewinnen Der helden krafft vndt muth mitt jhrer schönheit macht: Nicht götter; himmel mehr; dann jhrer farbe pracht Ist himmelblaw jhr lauff ist über menschen sinnen:
Nicht himmel; sonnen selbst die also blenden können Daß wir vmb mittagszeit nur sehen lauter nacht: Nicht sonnen; sondern plitz der schnell vndt vnbedacht Herab schlegt wann es ie zue donnern wil beginnen.
Doch keines: götter nicht die böses nie begehen; Nicht himmel dann der lauff des himmels wancker nicht; Nicht sonnen dann es ist nur einet Sonne liecht;
Plitz auch nicht weil kein plitz so lange kan bestehen: Zedennoch siehet sie des volckes blinder wahn Für himmel sonnen plitz vndt götter selber an.