Sonnet. Von der Liebsten flucht in Kriegszeiten.

By Martin Opitz

Ach ach was hab ich nun erlebt vor schwere Zeiten

Mir wird mein Mut vnd Sinn von Vnmuth all verstört

Das Vatterlandt das wird von Freund vnd Feind verhört

In dem mit seinem Volck

Mein liebste weicht von mir ich kan sie nicht geleiten

Dagegen

Es hilffet nicht wie sehr sich auch mein Hertze wehrt

Kein Mensche kan zugleich mit zweyen Göttern streiten.

Nun was der Krieg hinnimbt es sey Gut oder Goldt

Kan alles mit der Zeit widrumb gewonnen werden

Ihrs gleichen aber kan ich finden nicht vf Erden.

Vom

Wann

Ein Füncklein meiner Lieb vor jhr geleite geben.