Sterbeglocken

By Joseph von Eichendorff

Written 1832-01-01 - 1832-01-01

Nun legen sich die Wogen,

Und die Gewitter schwül

Sind all hinabgezogen,

Mir wird das Herz so kühl.

Die Täler alle dunkeln,

Ist denn das Morgenzeit?

Wie schön die Gipfel funkeln,

Und Glocken hör ich weit.

So hell noch niemals klangen

Sie übern Waldessaum –

Wo war ich denn so lange?

Das war ein schwerer Traum.