Trochaische Ringelverse eines betrübten Sünders. Auff die Worte: Mein Gott mein ...
Ach mein Gott mein treuer Gott warüm hastu mich
verlassen
Mich verwirrt- verirrten Menschen mein sehr
schwaches Fleisch und Blut
Jrret kläglich hin und her auff klippschlüpferige Strassen
Fehlet doch des rechten Weges der uns das gerechte Gut
Zu dem Himmel zeigen soll; Diese Welt mit ihren Günste
Lauffet üm mich her mit Lachen daß sie meinen leichten
Sinn
Ins Verderben führen mag; mit den groß- gemachten
Dünsten
Der beschminkten Eitelkeiten lokket mich die Falsche hin
Dort auff jenen breiten Weg. Solcher vorgesatzter massen
Wo du nicht mein höchster Helffer du O mein HErr
Jesu Christ
Bester Trost mit deinem Geist’ hier auff dieser Lebens-
strassen
Mich Verführeten begleitest und so mein Gefehrde bist
Ach so ist es mit mir auß! Ich verbleib’ im Sündenstege
Mein betrübtes Fleisch das irret biß zum hellschen Tar-
tarus.
Darüm führe du mich nur auß dem falschen Fehlerwege
Daß ich dein verirter Pilgram stets nach dir nicht seuff-
tzen muß:
Ach mein Gott mein treuer Gott warüm hastu mich ver-
lassen?