U ber die L ust in L ieben.
Lieben ist das schönste Leben
Das uns solche Lust kan geben
Die man unvergleichlich hält.
Ehre Pracht und grosse Schätze
Sind versichert nur die Netze
Die man eitlen Sinnen stellt:
Hier sind Florens Wunder-Auen
Und in Paradieß zu schauen
Engel die empfindlich sind.
Zucker Rosen und Narcissen
Bricht man durch das süsse Küssen
Wo der Himmel selbst zerrinnt.
Doch man muß sein Glücke Wagen
Denn auf einen Sturm verzagen
Daß gewinnt die Vestung nicht,
Ob zu erst die Dornen stechen
Ach! so ist nicht auszusprechen
Wie entzückt man Rosen bricht.
Wills die Tugend gleich verfluchen
Und heist mich was schönres suchen
Als in schnöder Wollust ruht:
Nun so ehr ich sie von beyden
Unterdessen kan ichs leiden
Daß mirs was Galantes thut.