Uber die mancherley und zu einer zeit geschehene verrichtungen Seiner Königliche...
Rom ließ vorzeiten es in bücher einverleiben,
Daß Cäsar, wann er laß, auch hören, reden, schreiben,
Und also viererley auf einmahl konte thun.
Was ehmahls Cäsar that, thut Preussens König nun,
Wer kennt nicht seinen geist und dessen hohe gaben?
Er lieset, höret, schreibt und redet nicht allein:
Er ordnet auch zugleich, wie das und jenes seyn,
Was der zum lohne soll, und der zur strafe haben;
Fragt nicht, warum ers thut? Es mangelt ihm an zeit:
Denn was braucht Teutschlands ruh, und was Europens streit
Für grosse sorgen nicht? Drum muß er ja wohl eilen,
Und das beysammen thun, was andre können theilen.
Schau aber, Preussen! hier des weisen königs rath!
Es war ein Cäsar nur, der solche wunder that.
Dein Friedrich that sie nach, und hat ihn übertroffen;
Wie sollen wir in ihm nicht einen könig hoffen?
Der schluß bleibt unbewegt:
Wer kayser übertrifft, die Rom und auch der erden
Durch klugheit und verstand gesetze vorgelegt:
Muß, wo nicht kayser selbst, doch kaysern gleiche werden.