Uber die Worte:Ach Gott/ wie theuer ist deine Güte/ daß Menschen wohnen unter de...

By Hans Aßmann von Abschatz

Written 1672-01-01 - 1672-01-01

Gott wie theur ist deine Gütte

Daß der Menschen schwache Schaar

Als in einer sichern Hütte

Frey von Plagen und Gefahr

Von betrübter Angst verschont

Unter deinen Flügeln wohnt.

Ach wie theur ist deine Gütte

Die uns Geist und Athem schenckt

Ziert an Gliedern und Gemütte

Stets auff unser Wohlseyn denckt.

Die uns weil wir in der Welt

Trägt verpflegt und unterhält.

Ach wie theur ist deine Gütte

Die uns unermüdet liebt

Die uns über unsre Bitte

Leibs- und Seelen-Gütter giebt

Die uns warnetdie uns führt

Die man täglich neu verspürt.

Unter deinem Gnaden-Schirme

Leben wir in sichrer Ruh

Wenn des rauhen Unglücks-Stürme

Noch so hefftig dringen zu

Satans List der Feinde Macht

Schadt uns nicht bey deiner Wacht.

Wie ist deine Gütte theuer

Wenn dein Blitz und Donner dräut

Wenn ein unvermuttes Feuer

Tausend Funcken um sich streut

Löschest du sie selber aus

Und beschirmst uns Hoff und Hauß.

Grosser Gott in solche Gütte

Laß uns stets befohlen seyn

Segne ferner und behütte

Was wir durch dich sammlen ein

Segne uns an Leib und Geist

Biß dich beydes ewig preist.