Uber dieser Göttlich-hohe Wunder-Geheimnus

By Catharina Regina von Greiffenberg

Written 1647-01-01 - 1647-01-01

Der Leib der sterbend mir am Creutz mein Heil erlanget

und der am Thabor zeigt sein Klarheits Herrlichkeit

in dem die Gottheit schwebt vollkommen jederzeit:

Ist eben der der jetzt die Zung' im Brod empfanget.

Aus seinen Wunden gleich mein Mund sein Blut auffanget.

Ein köstlich Mahl für mich im Brod und Wein bereit!

ob die Erforschung schon sich strecket nicht so weit

der Glaub doch mit der Fahn der Warheit herrlich pranget.

Ach daß doch nicht der Leib vor Furcht und Zittern bebt

in dem' er den aufnimmt den selbst mit Zittern ehren

die liechten Seraphim die Thronen Fürstentum.

Ach! daß er nicht im See der Buse-Thränen schwebt

zu reinigen ein Herz zur Wohnung diesem HERREN!

daß er in Noht-Abgrund sich senket ist sein Ruhm.