Uber Sr. Churfl. Durchl. zu Brandenburg Friedrich des Dritten Erfreulichsten geb...

By Christian Hoffmann von Hoffmannswaldau

Jndem wir bey der schweren zeit

Das hertz mit vielen sorgen kräncken

Antwortet uns der himmel heut

Und spricht: Was kan ich euch mehr schencken?

Erhalt ich euren Friedrich nicht?

Den ich auch ferner will bewachen

Und dessen tugend euch verspricht

Euch allerseits beglückt zu machen.

Zwar hat mans bey dem trüben blick

Des krieges noch nicht recht empfunden;

Doch bindet sich auch unser glück

An keine selbst-gesetzte stunden.

Was uns von dir mein Fürst bewust

Heißt uns die sichre hoffnung fassen

Daß du uns glücklich machen must

Wird dir nur zeit genug gelassen.

So muß bey deines festes schein

Die wohlfahrt über uns zu schütten

Dis einzig unsre sorge seyn

Dir zeit und jahre zu erbitten.

Der himmel der dir gnädig ist

Verleih’ uns nur dein langes leben!

Das übrige wird durch die frist

Uns dann schon deine tugend geben.