Um Dich .

By Theodor Fontane

Ich las: „glückselig sind die Reinen,

Ihr Sinn ist offen Gott zu schaun;“ —

ErEs trieb in reuevollem Weinen

Hinaus mich in die Frühlingsaun.

Wie schwach sind unsre besten Gaben:

Die Liebe strauchelt und die Treu,

Das Beste was wir Menschen haben,

Ist unser Wolln und unsre Reu.

Ich rief zu Gott: „woll Du mich leiten,

Die Gnade kennt ja kein Zuspät!“

Da sah ich Ihn vorüberschreiten,

Wie Lenz, in stiller Majestät.