Unbilliger Gebrauch unserer kurzen Zeit, samt einem bessern Begriff von derselbe...
In einem ewig-seligen ununterbrochenen Vergnügen
War, ist, und bleibt die wahre Gottheit von Ewigkeit
zu Ewigkeit.
Die Erde währet eine lange uns allen unbekannte Zeit.
Der Mensch kommt gleichsam, wenn er kommt, aus einem
tiefen Nichts gestiegen,
Bleibt, im Vergleich mit jener Zeit, kaum eine Viertel-
Stunde hier.
Die Viertel-Stunde wenden viele, die sich selbst Philoso-
phen nennen,
Auf welche Weise sie der Gottheit verborgne Weg’ ergrü-
beln können,
Mit angespannten Kräften an, gespornt von eitler Ehr-
Begier.
Dann tritt der Mensch zur Welt hinaus. Hätt’ er, wofern
er nachgedacht,
Wie herrlich GOtt, Der alles macht,
In Seiner Creaturen Pracht;
Nicht weit vernünftiger und besser sein Viertel-Stündchen
zugebracht?
Zumahl, da etwas in der Zeit, so würklich ein Geheimniß,
stecket,
Und wovon folgende Erzehlung uns was verborgenes
entdecket.
Durch deren Inhalt mir was grosses, obgleich dieselbe
nur erdacht,
Von einem schönen Ort der Schrift, der dunkel sonst, wird
beygebracht:
Wie es doch könne möglich seyn, ohn’ alle dunkle Deu-
teley,
Daß tausend Jahr für GOtt ein Tag, ein Tag wie tau-
send Jahre sey.