Und der Regen fällt

By Max Dauthendey

Written 1892-01-01 - 1892-01-01

Heut, ums Haus herauf,

Geht die Sonn' nicht auf.

Regen auf den Steinen,

Ihre Bäcklein weinen.

Berglein und die Hecken

Voller Tränen stecken.

Kein Ding hält am Ort,

Nebel trägt es fort.

Weinend kommt die Stund,

Lebwohl sagt der Mund.

Und die Trän' sagt: bleib!

Und das Herz im Leib

Dreht sich schluchzend um,

Nur der Fuß geht stumm.

Weiter rollt die Welt,

Und der Regen fällt.